Lernerfolg hängt vom Material ab
Eine Studie von Epson über verändertes Druckverhalten hat ergeben, dass 55 Prozent der Eltern der Meinung sind, dass ihre Kinder besser mit gedrucktem Lernmaterial lernen als mit den gleichen Informationen auf Bildschirmen. Die Umfrage ergab auch, dass die Hälfte der Eltern (56 Prozent) glaubt, dass Schulkinder in der Zukunft nur noch mit digitalen Geräten lernen werden und dass Bücher ganz aus den Klassenzimmern verschwinden – obwohl die Hälfte der Eltern trotzdem fordert, dass ihre eigenen Kinder nicht nur mit digitalen Medien unterrichtet werden sollten.
Leanne Hall, klinische Psychologin, erklärt, warum Kinder am Bildschirm anders lernen und warum es für sie besser ist, in Büchern zu lesen, um Wissen zu verinnerlichen: "Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen uns, dass das Gehirn beim Online-Lesen andere Verbindungen zwischen den Zellen herstellt als beim Lesen von gedruckten Texten. Genauer bedeutet das, dass unser Gehirn beim Lesen am Bildschirm generell dazu neigt, das Material nur zu überfliegen. Das bedeutet zwar für Kinder, dass sie schneller lesen und mehr Inhalte in kürzerer Zeit erfassen können, aber eben auch, dass die Informationen nicht haften bleiben. So sind gedruckte Texte oft weniger visuell anspruchsvoll, bieten dem Hirn jedoch räumliche und taktile Anhaltspunkte, die dem Leser auch beim gedanklichen Festhalten der Informationen helfen.”
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