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Digitale Rolle rückwärts in Schweden            

siehe hier

Das Karolinska Institutet (2023), eine der renommiertesten medizinischen Hochschulen in Schweden und ganz Europa, trat mit einer kritischen Stellungnahme zur Digitalisierungsstrategie an die Öffentlichkeit.

"Die Digitalisierungs-Offensive dieser Länder hat den erhofften Effekt dramatisch verfehlt, mit Folgen:
Die Schüler:innen, die Texte auf Bildschirmen lasen, lagen rund zwei Jahre hinter Schüler:innen zurück, die Inhalte auf Papier gelesen haben –
so das Ergebnis einer Studie des schwedischen Karolinska-Institut in Stockholm, schon vom 28. April 2023. „Die Digitalisierung der Schulen hat große negative Auswirkungen auf den Wissenserwerb der Schüler“, so das vernichtende Fazit. Seitdem wurden weitere Studien mit ähnlichen Ergebnissen veröffentlicht.

 >> https://xn--die-pdagogische-wende-91b.de/wp-content/uploads/2023/07/Karolinska-Stellungnahme_2023_dt.pdf  

 

Der Augsburger Erziehungswissenschaftler, Klaus Zierer, äußerte sich gegenüber des ZDF zum Thema so: „Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass viele Probleme, die wir heute im Bildungsbereich haben, von einer unreflektierten Digitalisierung letztendlich befeuert werden.“

Siehe auch: Besser von Hand

Siehe auch: Begleitforschung-Digitale Schule

siehe: Guter Unterricht


Digital Natives—Reality or Myth?

Fraillon, J. (2026, February). 
Evidence from the International Computer and Information Literacy Study.
IEA Compass: Briefs in Education No.29. IEA.

>> pdfDIGITAL NATIVES—REALITY OR MYTH?

aus SUMMARY:    "Are young people truly digital natives, or simply frequent users of technology?

International data collected across three cycles of ICILS (2013, 2018, and 2023) show that against a backdrop of explicit representation of digital literacy competencies in curriculums across countries and

increasing ICT (information and communications technologies) use by students in schools,
students’ CIL (computer and information literacy) has declined"

kurz: Nutzungsdauer steigt, Computer- und informationsbezogene Kompetenzen nehmen ab.

 

ICILS steht für International Computer and Information Literacy Study und ist eine internationale vergleichende Studie der unabhängigen Forschungsgemeinschaft IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement).
Die Studie erfasst computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern auf der 8. Schulstufe und findet seit 2013 in einem Fünf-Jahres-Rhythmus statt. >> EB Dez 2024


Lernerfolg hängt vom Material ab

Eine Studie von Epson über verändertes Druckverhalten hat ergeben, dass 55 Prozent der Eltern der Meinung sind, dass ihre Kinder besser mit gedrucktem Lernmaterial lernen als mit den gleichen Informationen auf Bildschirmen. Die Umfrage ergab auch, dass die Hälfte der Eltern (56 Prozent) glaubt, dass Schulkinder in der Zukunft nur noch mit digitalen Geräten lernen werden und dass Bücher ganz aus den Klassenzimmern verschwinden – obwohl die Hälfte der Eltern trotzdem fordert, dass ihre eigenen Kinder nicht nur mit digitalen Medien unterrichtet werden sollten.

Leanne Hall, klinische Psychologin, erklärt, warum Kinder am Bildschirm anders lernen und warum es für sie besser ist, in Büchern zu lesen, um Wissen zu verinnerlichen: "Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen uns, dass das Gehirn beim Online-Lesen andere Verbindungen zwischen den Zellen herstellt als beim Lesen von gedruckten Texten. Genauer bedeutet das, dass unser Gehirn beim Lesen am Bildschirm generell dazu neigt, das Material nur zu überfliegen. Das bedeutet zwar für Kinder, dass sie schneller lesen und mehr Inhalte in kürzerer Zeit erfassen können, aber eben auch, dass die Informationen nicht haften bleiben. So sind gedruckte Texte oft weniger visuell anspruchsvoll, bieten dem Hirn jedoch räumliche und taktile Anhaltspunkte, die dem Leser auch beim gedanklichen Festhalten der Informationen helfen.”

 aus : Düsseldorf, 31. Januar 2024 


 Generative KI

"Generative KI ermöglicht Innovationen in vielerlei Hinsicht! Ihr Einsatz wirft aber zugleich gesellschaftliche und ethische Fragen auf: Welche Aufgaben wollen wir delegieren, welche Kompetenzen soll der Mensch behalten? Welche Erwartungen stellen wir an die künftige Entwicklung? Was kann generative KI zu Nachhaltigkeit, Guter Arbeit, Gerechtigkeit und einer lebenswerten Zukunft beitragen – und welche Risiken gilt es zu adressieren?
Ein zentrales Thema ist dabei die Authentizität von Inhalten. Generative KI kann täuschend echte Fälschungen erzeugen und so Desinformation begünstigen. Das stellt die Glaubwürdigkeit von Medien vor Herausforderungen, untergräbt Vertrauen in Institutionen – und gefährdet letztlich die Demokratie." aus Vorwort von Broschüre  pdfZukunft gestalten! Mit generativer KI. Gesellschaftliche Auswirkungen und Handlungsansätze

>> siehe Weiteres


 Lehrplan Digitale Grundbildung

 >> Hier

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