Die SÖL-Klassifikation gemäß der Verordnung zur Festlegung der Kriterien zum sozioökonomischen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler (SchulSKV, BGBl. II Nr. 204/2025) berücksichtigt den sozioökonomischen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler bzw. ihrer Eltern/Bezugspersonen:
• Bildungsstand der Eltern (max. Pflichtschulabschluss);
• Haushaltseinkommen (niedrig) und Erwerbsstatus (Bezugspersonen, die arbeitslos sind);
• Migration und Sprache (Bezugspersonen, die nicht in Österreich geboren sind;
Schülerinnen und Schüler ohne deutsche Alltagssprache).
Die SÖL-Klassifikation beschreibt Rahmenbedingungen einer Schule, die die Schule nicht direkt beeinflussen kann. Sie enthält keine Informationen über die Schul- bzw. Unterrichtsqualität oder die Leistungen der Schülerinnen und Schüler.
Konkret werden 156 Mittelschulen und 244 Volksschulen eingeladen, an dem Projekt Chancenbonus teilzunehmen und den Letter of Intent sowie auch das Formular für den Ressourcenantrag einzureichen.
Die finale Liste der eingeladenen Schulen liegt seit Frühjahr 2026 vor und ist öffentlich zugänglich. (Stmk: 41 Schulen)
Die Anzahl der Stellen bzw. Vollzeitäquivalente (VZÄ), die eine Schule erhält, ist von der Schulart und der Anzahl der Schüler/innen abhängig. Im Rahmen des Chancenbonus-Programms werden dafür bis zu 800 Vollzeitäquivalente zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Planstellen je Schule ist von der Schulart und der Zahl der SUS abhängig. Sie wurde im Zuge des Auswahlverfahrens berechnet und steht somit fest.
Personalkategorien, die im CBP beantragt werden können:
Ab Beginn des SJ:
Lehrperson, Schulsozialarbeiter und -arbeiterinnen, Sozialpädagogen und -pädagoginnen, Schulpsychologen und -psychologinnen
So bald wie möglich (angestrebt im Laufe des SJ 2026/27):
Theater-, Musik- und Tanzpädagogen bzw. -pädagoginnen, Bewegungscoaches, Psychotherapeuten und -therapeutinnen, Legasthenie- und Dyskalkulietrainer bzw.
-trainerinnen
Ziel: Verbesserung des Lernfortschritts und der Lernmotivation
Die Zielerreichung soll dabei datenbasiert beobachtet werden – etwa durch die interne Schulevaluation und das Schuldatenblatt. Darüber hinaus wird von den Schulen erwartet, an (Daten-)Erhebungen zum Monitoring und zur Evaluierung des CBP aktiv mitzuwirken.